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Wie überall wurden und werden die Werte und die Visionen der Partei von den Agierenden vor Ort getragen. Deshalb befragten wir anlässlich der Feierlichkeiten “20 Jahre SPD in Schönebeck” 2010 die Gründungsmitlieder in und um Schönebeck warum sie in die SPD eintraten, welche Ideen, Visionen und Personen sie mit der SPD verbanden. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, was sie antworteten.

Veröffentlicht: 28.10.2012

Dieter Schulze

Obwohl ich keine Repressionen seitens der Staatssicherheitsorgane erdulden musste, war ich mit dem DDR-System schon über viele Jahre unzufrieden. Es gab aber leider keine Möglichkeit, diese Unzu friedenheit in der Öffentlichkeit zu artikulieren.

Persönlichkeiten, wie Willy Brandt, Erhard Eppler u. a., waren mir immer ein Vorbild und haben meine politischen Ansichten stark geprägt.

Die Bürgerbewegung, die sich im Laufe des Jahres 1989 im Neuen Forum zusammenfand, konnte mich nicht so recht überzeugen. Nach den Demonstrationen, besonders in unserer Region, verstärkte sich der Wunsch nach aktiver Teilnahme am Veränderungsprozess.

Eine Gelegenheit dazu ergab sich durch persönliche Kontakte, bei denen ich dann einen Hinweis auf Ort und Termin der Gründungsversammlung erhielt. Die vorgetragenen Argumente waren über- zeugend, so dass ich mich entschloss, mich in dieser Partei zu engagieren.

Veröffentlicht: 28.10.2012

Helmut Rücker

Aufgewachsen bin ich in Sudenburg in einer eher kleinbürgerlichen Familie. Vater war der Alleinverdiener, da er der Ansicht war, der Familienvater verdient das Geld, und die Mutter kümmert sich um die Kinder und den Haushalt. Ich war der älteste und zugleich der einzige männliche von drei Geschwistern. Die weibliche Dominanz wurde noch verstärkt durch die Oma, die auch in unserem Haushalt wohnte. Ihr Mann war kurz nach Kriegsende von vermutlich  ehemaligen russischen Zwangsarbeitern auf dem Wege von Blankenburg nach Magdeburg erschossen worden, da er die Habseligkeiten, die er auf seinem Fahrrad mitführte  nicht freiwillig herausgeben wollte. Sicherlich hat auch diese Tatsache dazu beigetragen, dass ich kein wahrer Freund der Sowjetunion geworden bin. So hatte ich nie Interesse die Russische Sprache zu erlernen, was im Nachhinein betrachtet eigentlich Schade war.

Aus der Sicht meiner Eltern erfuhr ich viel über den Krieg und ihre politische Einstellung. Weiterlesen »

Veröffentlicht: 28.10.2012

Heinrich Legutke

Der Entschluss nach der Wende der SPD beizutreten stand von vornherein fest. Gründe dafür gab es eine ganze Reihe, hier nur die drei wichtigsten:

– Chancengleichheit und sozialer Ausgleich als die wichtigsten Zielstellungen politischer Arbeit sah ich am ehesten bei der SPD angesiedelt. Seit ihrer Gründung hat sie dieses Ziel in ihrem Programm und die Geschichte zeigt was alles  auf diesem Gebiet geleistet wurde. Die Aufgabe bleibt  auch für die Zukunft und wir wissen wie viel kreatives Denken und konzentrierte Arbeit zur Durchsetzung notwendig sind. Weiterlesen »

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